Edit-War

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Bei einem Edit-War (Bearbeitungsskrieg) streiten sich Autoren eines Wikis um die korrekte Formulierung eines Artikels, indem sie ihre Bearbeitungen gegenseitig rückgängig machen (Revert).

Ein Edit-War um den "Holocaust"-Artikel der Wikipedia

Ein Benutzer schreibt etwas, das von einem anderen, der anderer Meinung ist, wieder gelöscht wird - meist indem er die vorherige Version des Artikels wiederherstellt. Eine Begründung der Wiederherstellung sowie eine offene Austragung der Diskussion soll solche "Kriege" vermeiden, da beim Wiederherstellen auch die Ergänzungen anderer Benutzer verloren gehen. Ein Ende des Edit-Wars ist sonst erst dann in Sicht, wenn einer der Benutzer aufgibt oder vom Moderator gesperrt wird - oder wenn sich die beiden Benutzer auf eine gemeinsame Formulierung einigen können.

Ab wann der Streit um die "richtige" Formulierung als Edit-War gilt, ist nicht genau festgelegt. Besonders bei kontroversen Themen ist die häufige Umformulierung bestimmter Passagen an der Tagesordnung. Edit-Wars zeigen hier den offenen Streit zwischen verschiedenen Standpunkten in kollektiven Wissenssammlungen. In manchen Fällen werden sie gezielt organisiert oder sogar von Firmen oder Personen finanziert, die an einer bestimmten Forumlierung besonders interessiert sind.

Theoretisches Problem bei einem Krieg um die "richtige" Formulierung ist die Frage, ob Neutralität - wie etwa in Wikipedias neutralem Standpunkt - überhaupt erreicht werden kann.

Siehe auch

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