Geotagging

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Definition

Geotagging - im Deutschen auch als Geokodierung bezeichnet - ist eine revolutionäre Anwendung des Web 2.0, die es Usern ermöglicht online gestellte Fotos mit geographischen Koordinaten zu versehen und mit Online-Landkarten (Google Earth, Flickr Maps) zu verlinken. Dem jeweiligen Foto wird ein Schlagwort, ein sogenannter Tag, hinzugefügt. Andere User, die dieses Schlagwort bei einer Suche eingeben, können dann das passende Bild dazu finden. Diese Vorgänge werden unter dem Begriff tagging zusammengefasst. Weitere Informationen über die Anwendungsmöglichkeiten von Geotagging (externer Link)

Entwicklung

1978: Erster GPS Satellit startet zur Positionsbestimmung von US-amerikanischen U-Booten nach dem Auftauchen.

Zwischen 1981 und 1989: Erstmals können auch Zivilisten GPS benutzen, allerdings nur eine absichtlich verschlechterte Version mit auf nur 100 Metern genauer Positionsbestimmung.

1. Mai 2000: Die sogenannte "selektive Verfügbarkeit" wird abgeschafft: Nun sind präzise GPS-Daten weltweit verfügbar. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, innovative Online-Karten zu erstellen.

8. Januar 2005: Google Maps geht online; es ist der erste Service, bei dem Satellitenbilder und deren Bildausschnitte in alle Richtungen gedreht werden können, ohne dass die Seite neu geladen werden muss.

Ende Juli 2006: MSN Virtual Earth geht online; dieser Service übertrifft Google Maps in seiner Funktionsvielfalt: zusätzlich zum bloßen Anschauen der Satellitenbilder kann der Nutzer an jedem Bild virtuelle Notizen hinterlassen, an Freunde schicken oder im MSN Blog „Spaces“ veröffentlichen.

November 2006: Yahoo Maps geht online

Seitdem erweitern diese Dienste regelmäßig ihr Angebot mit neuen Zusatzfunktionen (z.B. das kostenpflichtige Google Earth Plus, mit dem man Daten des eigenen GPS-Geräts hochladen kann). Zusätzlich zu den vorhandenen entstehen regelmäßig ganz neue Geotagging-Webdienste.

(Infos entnommen aus dem Artikel "Klickbare Realität")

Dienste

- http://loc.alize.us/#/geo:0,0,2,k/ Ort eingegeben und per Satellitenfoto von oben betrachten. Bilder allerdings veraltet.

- http://beta.plazes.com/ Anmelden und deinen Freunden offenbaren, wo du dich aufhältst - und umgekehrt.

- http://www.flickr.com/ Online Fotoalben erstellen und mit anderen teilen.

- http://maps.google.com/ Adressen suchen und Ziele auf Karten oder Satellitenfotos anzeigen lassen. Auch Routenplaner.

- http://earth.google.com/ Vielfältige Dienste. Hotelreservierung, virtueller Routenplaner etc. Teilweise kostenpflichtig.

- http://www.robogeo.com/home/download.asp Software, die das Geotaggen von Fotos extrem vereinfacht. Kostenpflichtig.

- http://code.google.com/p/gpicsync/ Kostenlose Open Source Software zum Geotaggen für Linux und Windows.

Geocaching

Wenn Personen mit GPS-Geräten durch die Stadt oder die Wildnis streifen, dann sind sie vielleicht auf der Suche nach einem Versteck, einem sogenannten „Cache“. Sie nehmen Teil an einer Schnitzeljagd auf GPS-Basis. Die Koordinaten für einen versteckten Schatz werden im Internet veröffentlicht und schon können die Jäger starten. Wird ein Cache entdeckt, hinterlässt der Finder eine Eintragung im beiliegenden Logbuch. Dort wird auf jeden Fall notiert, wer das Versteck wann entdeckt hat. Auch kleine Geschichten, z.B. über die Suche des Verstecks können beschrieben werden. Vielleicht lässt er auch noch ein kleines Geschenk dort und nimmt einen anderen Gegenstand des Caches im Austausch dafür mit. So ein Cache kann aus unterschiedlichsten Gegenständen bestehen – nur das Logbuch muss immer Bestandteil sein. Genauso vielfältig wie die Bestandteile des Caches sind auch die Versteckmöglichkeiten und die Größen. Diese reichen von winzigen Behältern unter einem Zentimeter Durchmesser bis zu großen Tresoren und Kisten. Zu finden sind die "Schätze" unter Wasser, auf Bergspitzen, in Steilwänden, an einem Bach, in einer Baumkrone im Park oder in der Nähe einer Sehenswürdigkeit. Dabei sollten allerdings bereits vorhandene Hohlräume genutzt werden. Eingrabungen werden nicht gern gesehen und sind in einigen Communities sogar verboten.

Weiterführende Informationen bietet unter anderem das deutschsprachige Internet-Portal www.geocaching.de.

Anwendungsbeispiel - Flickr

Flickr gehört zum Yahoo-Konzern. Um Flickr nutzen zu können, muss man sich deshalb zunächst bei Yahoo registrieren. Danach kann man sofort mit dem Hochladen seiner Fotos beginnen. Man kann selbst bestimmen, ob die Bilder öffentlich (public) sind, d.h. sie sich prinzipiell jeder anschauen kann oder nur bestimmte Personengruppen, d.h. Freunde und Familie. Man kann nicht nur seine eigenen Alben erstellen, man kann auch Gruppen beitreten und Bilder diesen Gruppen zuordnen, oder selbst eine eigene Gruppe gründen. So könnte man zum Beispiel eine Gruppe "Melas Geburtstagsparty 2007" gründen, zu der jeder Gast, der dort Fotos gemacht hat, diese zuordnen kann. Die Fotos können zudem mit geografischen Daten versehen werden - so kann sie jeder auf der Flickr-Weltkarte finden.

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