Geschäftsmodelle im Web 2.0

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Vor dem Hintergrund der Entwicklung im Bereich des Internet-Business bietet das Web 2.0 keine neue Technik, sondern ein neues Geschäftsmodell.


Inhaltsverzeichnis

Kennzeichen des neuen Trends

- Der Kunde wird zum unbewussten Mitarbeiter (AAL-Prinzip)

- Dienste ersetzen kommerzielle Software

Vorteile

Web 2.0 ermöglicht:

- schnellere und effizientere Kommunikation

- einen vereinfachten Vergleich von Produkten und Preisen

- private Verbraucherkritiken lassen Produktversprechen glaubwürdiger wirken bzw. enttarnen falsche Versprechen

--> dies kann Kommunikationskampagnen unter Umständen erschweren

- Meinungsaustausch: Unternehmen können einfacher Kundenmeinungen und Verbesserungsvorschläge einholen

- Kundenbindung

- Das Produktwissen wird größer und damit die Macht der Verbraucher

- veränderte Warnehmung - mehr Möglichkeiten - qualitative Verbesserung

- Veränderte Wertketten der Unternehmen --> neue Logistik-, Marketing- und Verkaufs-, Produkt- (bzw. Dienstleistungs) möglichkeiten

- enormes, vereinfachtes Speichermedium für Wissen --> Wissensmanagement

Online-Marketing

Unter dem Online-Marketing Begriff versteht man „die Gesamtheit aller Marketing-Maßnahmen, die mit dem Internet und/oder den kommerziellen Online-Diensten, die über eigene Netze verfügen (z.B. AOL, T-Online), geplant und realisiert werden.“



Das Online-Marketing weist gegenüber dem herkömmlichen Marketing besondere Merkmale auf:


1. Verbreitung von Werbebotschaften mittels vernetzter Systeme

2. Vereinfachte globale Verbreitung von Marketing Botschaften

3. Selektives Abrufen der Botschaften durch die Beworbenen (Konsumenten)

4. Ständige Verfügbarkeit der Werbeinformationen

5. Möglichkeit der Übertragung komplexer Inhalte

6. Möglichkeit der Nutzung multimedialer Elemente (Sound, Video, Grafik usw.)

7. Geringere Streuverluste und gezieltere Vermittlung

8. Neue Möglichkeiten insofern, dass dank Social Software prägnante Userprofile als Basis für die Zielgruppenbildung genutzt werden können. Dennoch eher herkömmliche Werbetechniken - Banner, Pop-Ups, Suchmaschinenmarketing.


Interessantes Bsp.

mySpace: Unternehmen bilden eigene "'branded profiles' [...], die mit besagten Marketingaktionen zu 'Gemeinschaften' aufgebaut werden." 


(http://www.webbusiness20.de/2006/10/13/die-zukunft-der-werbung-im-web-20/)


Großes Potenzial im Viralen Marketing durch (teilweise Corporate) Weblogs, wo Unternehmen und Produkte von den Verbrauchern kommentiert bzw. bewertet werden:

Virales Marketing

Charakteristisch für virales Marketing ist, dass Kunden freiwillig Marketing Botschaften weiterversenden oder angebotene Produkte und Dienstleistungen weiter empfehlen. Die vernetzte Struktur des Internets macht es hierbei möglich, Botschaften schnell per Email oder über Blogs zu verbreiten. Dadurch soll Mund-zu-Mund Propaganda gezielt ausgelöst und kontrolliert werden, und somit dem Zweck der Vermarktung einer Leistung dienen. Diese meist für eine Zielgruppe bestimmte Botschaft soll sich so schnell wie ein Virus (viral) ausbreiten und für das jeweilige Unternehmen oder deren Leistung werben. Diese Art von Marketing ist eine sehr kostengünstige und werbewirksame Maßnahme, allerdings ist der Prozess nur schwer kontrollierbar und steuerbar. Es hat sich gezeigt, dass sich eher lustige und unterhaltsame Inhalte dazu eignen um virale Effekte zu erzielen.

Permission Marketing

Permission Marketing ist eine spezielle Form des Online-Marketings und wird als Werbe- oder Informations-Versand verstanden. Unternehmen benutzen für diese Art von Werbung das Kommunikationsmedium E-Mail, um den Kunden durch zielgerichtete Werbung anzusprechen. Permission Marketing zeichnet sich gegenüber den herkömmlichen Werbemails, die man täglich in seinem Posteingang findet (Massenwerbung / Werbemüll), dadurch aus, dass der Kunde vor dem Empfang der ersten E-Mail (Newsletter) dem Unternehmen die Erlaubnis gegeben hat, Informationen zu empfangen. Des Weiteren bestimmt der Kunde im Vorfeld für welche Themenbereiche des Unternehmens er sich interessiert und über was er genau informiert werden möchte. Das Unternehmen schickt somit individuelle, auf den Kunden abgestimmte Informationen raus, die durch persönliche Anrede und personalisierte Inhalte der zugesandten Informationen eine vertrauensvolle Beziehung zum Kunden aufbauen. Dadurch wird die Kundenbindung gestärkt und durch positive Mund-zu-Mund Propaganda können auch neue Kunden gewonnen werden.


Studien

Web 2.0 Report von Z-Punkt zieht drei Entwicklungslinien in die Zukunft:

- User-Driven Economy: Der User wird zum Wertschöpfungspartner - Cybersourcing: Geschäftsfunktionen werden ins Netz ausgelagert - Mash Up Your Business: Zukunftsmärkte sind Schnittstellenmärkte

http://mass-customization.blogs.com/mass_customization_open_i/2006/12/deutsche_mccomm.html



Zitat aus Aqarius Studie:

Spätestens seit Google im Oktober 2006 für $1,65 Mrd. das Web 2.0-Video-Portal youtube gekauft hat und der Börsenkurs des Suchmaschinen-Riesen im Verlauf der Übernahmespekulationen um mehr als $4 Mrd. stieg und dabei die höchste Notierung seit Monaten erreichte, stellen sich viele Manager die Frage nach der Relevanz von Web 2.0 für ihr Unternehmen. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff genau und welche Aktivitäten lassen sich in diesem Umfeld beobachten? Diese Studie beleuchtet den Web 2.0 Markt sowie die aktuellen Player und erläutert Geschäftsmodelle und Erfolgsfaktoren.


Kernaussagen

- Web 2.0 demokratisiert die Medienwelt, ehemals passive Konsumenten werden zu aktiven Produzenten von Inhalten: die Medien-, Telekommunikations- und Internetbranche steht vor der großen Herausforderung, sich einerseits in diesem neuen Wettbewerb um die Erstellung von Inhalten zu positionieren, andererseits das Phänomen für neue gewinnbringende Geschäftsmodelle zu nutzen.

- Über den Einbezug des Nutzers entwickelt Web 2.0 Eigenschaften, die sich in viele Vorteile für Unternehmen übertragen lassen. Diese reichen von einer stärkeren Kundenbindung bis zu Kostensenkungspotentialen.

- Der Einstieg in die Welt des Web 2.0 muss nicht zwingend den Betrieb eines Portals bedeuten, auch als Marketing-Tool kann Web 2.0 ein mächtiges Instrument darstellen.

- Obwohl es die meisten Web 2.0 Portale erst seit kurzer Zeit gibt, haben einige Betreiber bereits bewiesen, dass tragfähige Geschäftsmodelle existieren.

- Deutschland hat allerdings im internationalen Web 2.0 Markt Nachholbedarf, US-amerikanische Portale dominieren die relevanten Rankings.

- Auch bei den Akquisitionen von Web 2.0-Aufsteigern halten sich deutsche Firmen noch sehr zurück. US-Internet-Giganten und US-Medienkonzerne sind hier ebenfalls Vorreiter.

- Trotz des derzeit noch vergleichsweise niedrigen Niveaus an Aktivitäten sind die Startvoraussetzungen für deutsche Unternehmen aufgrund des beachtlichen Potenzials im deutschsprachigen Markt sehr gut. Medienhäuser und Telekommunikationsunternehmen können jetzt versuchen, erodierende Umsätze mit neuen Web 2.0-Geschäftsmodellen kompensieren.



Web 2.0 and Business Models

«In the Web 1.0, the user was consuming content created by someone else. In Web 2.0, the content is created by the user. 1.0 is an "architecture of consumption," and read-only," the Web 2.0 is "architecture of participation,". On the old Web, the user is the audience, in the new Web, the user is participant.» O'Reilly

With this change of positions, regular user is given the power to interact, to decide what he will, or not, talk about…and recommend. And this “free advertising” is priceless. And big companies know it.

As the marketing professional Evelyn Rodriguez says in her weblog:

"You want to know where the big money is coming from on the Internet nowadays? Look in the mirror. Online businesses are increasingly finding revenue in capturing content from users like you. Companies are making money by providing tools and services that let you write stuff, take pictures, organize your information, and publish it to the Web."

Acording to her, examples of this are: ”blogs and the companies that make the software and services to publish blogs; photo-sharing services like Flickr, community-bookmarking services like del.icio.us online organization services like Backpack, and social-networking services like LinkedIn and Orkut.”

This change brought some important changes to the way Business Models are seen. According to Peter Rip, Web 2.0 needs a 2.0 Business Model. To this author, Micropayments, Shared Value and New Revenue Networks are the concepts to be know and be used.

Dienste

http://www.mister-wong.de

http://www.studivz.de

http://www.xing.com

http://myspace.com

http://secondlife.com/

Interviews

Audiointerview mit Martin Oetting (http://www.connectedmarketing.de)

Martin Oetting ist Experte für Viral Marketing und Corporate Blogging. Er leitet das Berliner Büro der Mundpropaganda Marketing Agentur trnd.

Das Interview mit Martin Oetting gibt es unter http://www.j0y.org/rec_martin_oetting_07_Feb_2007_15_09_12.mp3

Ansprechpartner

Martin Röll http://www.roell.net/

Alex Wunschel http://markendreiklang.de

Patrick Breitenbach http://www.werbeblogger.de/werbeblogger-das-team/

Martin Oetting http://www.connectedmarketing.de/about.html

Robert Basic http://www.basicthinking.de/blog/ueber-basicthinking/

Thomas Knüwer http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/

Klaus Eck http://klauseck.typepad.com/about.html

Links zum Thema


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