Tagging

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Grundsätzliches

Tagging bezeichnet die Beschreibung von Fotos, Suchergebnissen, Links etc. in den entsprechenden Diensten durch den Nutzer, der dem von ihm eingestellten Objekt ein (oder mehrere) Tag (engl. für Schildchen) "aufklebt". Der Vorteil bei dieser Strategie ist, dass so die Nutzer selbst die Objekte in katalogisierbare Kategorien bringen, und hiermit dem Dienstanbieter fehleranfällige Arbeit abnehmen. Gleichzeitig entsteht so auch "Trainingsmaterial" für zukünftige Dienste des Semantic Web. Tagging ist eine der Technologien, die unter dem Begriff Web 2.0 zusammengefasst werden. Zudem vereinfacht dies die Suche nach Dateien, die man unter verschiedenen Begriffen ablegen kann.Eine Sekretärin ordnet zb. ihre Rechnungen nach dem Ausgangsdatum, die nächste dann aber nach dem Kunden oder dem entsprechenden Projekt. Durch Tags wird es möglich, sowohl unter dem Datum, beispielsweise "05.12.05", die Rechnung zu finden, als auch unter "Andreas Breitbach" oder "Neubau Wohnhaus Breitbach". So wird die Suche nach einem solchen Dokument wesentlich vereinfacht, da jeder Angestellte der Baufirma wohl verschiedene Suchbegriffe verwenden würde.

Beispielanwendung: Flickr.com

Einer der Dienste, die diese Technologie zur Verbesserung ihres Service verwenden, ist FlickR. Bei diesem Dienst kann man Fotos hochladen, um sie dann beispielsweise Verwandten oder Freunden als virtuelles Fotoalbum zu zeigen. Nach der "Vertaggung" finden dann aber nicht nur diese, sondern auch jeder andere, der den Suchbegriff "trier" eingibt, die Fotos vom Urlaub dort(Vgl. Screenshot).
Ergebnis einer erfolgreichen Vertaggung: Man findet Bilder fremder Leute aus der eigenen Stadt(Suche nach "Trier")
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Probleme und Lösungsansätze

Wie gezeigt, existieren mitunter Probleme, wenn verschiedene Nutzer ihre Sortierstrategien auf einen gemeinsamen Nenner bringen wollen. Bei relativ eindeutigen Objekten wie Rechnungen und Nutzern, die sich gegenseitig kennen ist das noch vergleichsweise einfach, schwierig wird es über grössere Mengen von miteinander unbekannten Nutzern hinweg. So würde mancher Blogger sein Blog unter "Blog" vertaggen, der andere aber unter "Weblog", obwohl beide das gleiche meinen. An diesem Punkt kann eine Autocomplete-Funktion helfen, wie sie manche Email-Programme(zb. Thunderbird) einsetzen, um die Menge der zur Verfügung stehenden Begriffe oder Email-Adressen so schnell wie möglich einzuschränken. Auch bei Tags kann es zu dem Effekt kommen, dass alle der Masse hinterherlaufen. So werden die exotischen Tags einer kleinen Gruppe von Menschen, die sich untereinander kennen, für viele der Aussenstehenden noch nicht verständlich, oder es ist andersrum, dass die verteilten Tags selbst noch zu allgemein sind. Das Foto auf dem Screenshot wäre zb. bei einer Suche nach "Hauptmarkt" und "Trier" nicht gefunden wurden, da für den Hauptmarkt kein Tag vergeben wurde. Zudem stösst der Ausbau der Server eines anderen auf Tagging basierenden Dienstes (del.ici.ous) offenbar langsam an seine Grenzen, und die Datenbank kann nicht mehr wirklich schneller werden. Zudem wird mit der Zeit auch das Problem entstehen, dass der Dienst für Spam genutzt wird, was derzeit schon in verschiedenen anderen Gebieten beobachtbar ist.

Literatur

  • Christiane Schulzki-Haddouti: Ausgezeichnete Referenzen. In: c't, 8/2005, S. 52
  • agenturblog.de: Themenmonat: Tagging (und nachfolgende Teile des Artikels)

Beispielanwendungen

(Liste aus dem ArtikelTags aus der englischen Wikipedia)

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